Lost my heart in London

Von allen europäischen Städten stand London schon immer sehr weit oben auf meiner Wunschliste. Ich weiß gar nicht, wieso ich es zuvor nie dorthin geschafft hatte, aber ich wusste, dass es sich in 2017 ändern muss!

Eines kann ich vorweg sagen: London ist teuer – vielleicht war das auch der Grund, wieso ich mich am Ende immer für eine andere Stadt entschieden habe. Wobei alle Metropolen teuer sind, aber in London kommt auch noch der Wechselkurs hinzu und naja London ist gefühlt einfach teurer als andere Städte 😀

Wie komme ich von Deutschland aus nach London?

Ich denke der einfachste Weg ist tatsächlich mit dem Flugzeug. Soweit ich weiß gibt es auch Bus- und Bahnverbindungen von Deutschland aus. Wenn man aber, wie wir, berufstätig ist, achtet man schon darauf möglichst schnell an sein Ziel zu kommen, damit man keinen wertvollen Urlaubstag verliert. Rechnet für den Hin- und Rückflug auf jeden Fall mal 100-150 € ein. Je nach Abflughafen und Termin findet ihr sicherlich auch etwas günstigeres, aber das war der Preis, den ich im Schnitt für Flüge gesehen habe. Ansonsten sind natürlich die Feiertags-Wochenenden generell etwas teurer, sprich je flexibler ihr seid, desto besser. Das gilt aber grundsätzlich für das Reisen 🙂

Wo kann ich in London übernachten?

Beim Suchen einer Unterkunft habe ich ziemlich schnell festgestellt, dass mir das Preis-Leistungsverhältnis der Hotels überhaupt nicht zusagt. Ich meine 100€ pro Nacht für ein Mini-Kleines Zimmer ohne Fenster – ja ihr habt richtig gelesen OHNE Fenster!!! Das war uns definitiv zu teuer, sodass wir uns ein wenig auf AirBnB umgeschaut haben. Tatsächlich haben wir ein süßes Angebot genau in der Gegend gefunden, wo wir auch hinwollten – nämlich Shoreditch. Die Unterkunft hatten wir zwar nicht für uns alleine, sondern mit unseren Hosts geteilt, dafür hatten wir aber nicht nur unser eigenes Schlafzimmer, sondern auch unser eigenes Bad. Auch wenn ich früher immer etwas skeptisch war, wenn es darum ging bei Fremden mit in der Wohnung zu übernachten, war dies mal wieder eine super schöne Erfahrung in London und ich würde es immer wieder so machen 🙂

 

Was sollte ich mir in London anschauen?

Für mich ist London einfach eine einzige Sehenswürdigkeit. Es gibt gefühlt keine Ecke in London, die besser oder weniger besonders ist als der Rest der Stadt. Je nachdem wie lange ihr vor Ort seid, würde ich euch empfehlen innerhalb von 1-2 Tagen die „Touri Spots“ (Big Ben, London Eye, London Bridge, Tower of London, Buckingham Palace, Westminster Abbey, Oxford Street, Piccadilly Circus …) abzuklappern. Danach könnt und solltet ihr euch etwas abseits vom Trubel einfach treiben lassen.

Meine persönlichen Highlights waren folgende:

  • Der Ausblick auf London vom 9. Stock des Tate Modern
  • Das Ice Cream Festival auf dem Old Spitalsfield Market
  • Generell alle Märkte (Camdem Market, Borough Market)
  • Spaziergänge durch Shoreditch und Notting Hill – unterschiedlicher könnten diese beiden Stadtteile nicht sein
  • Und natürlich die Harry Potter Studio Tour in Leavesden – der eigentliche und wahre Grund wieso ich unbedingt nach London wollte 😀

Wo kann ich in London gut essen gehen?

Wie bereits erwähnt, sind die Märkte in London einfach einzigartig. Dort gibt es überall so unfassbar gutes Essen – auf dem Camdem Market hatte ich zum Beispiel diese übertrieben leckeren Halloumi Fries und einen Salted Caramel Brownie. Unabhängig von den Märkten kann ich euch Franco Mancas Pizza empfehlen – die Pizzen dort sind absolut lecker und das Preis-Leistungsverhältnis ist super.

Ansonsten fand ich essen gehen sehr teuer. Von einigen wurde uns Pret-A-Manger als günstige Alternative vorgeschlagen, den gibt es fast an jeder Ecke. Zum Frühstück haben wir uns oft morgens einfach etwas Obst und Riegel im Tesco geholt und unterwegs gegessen. Ansonsten läuft man wirklich den ganzen Tag an irgendwelchen Ständen und Läden vorbei und ist irgendwie non-stop am Essen 😀

Ein Cronut hier, ein Shortbread da und OH schau mal, da vorne gibt es Eis…

So ungefähr sah unser Tagesablauf aus 😀

Wie komme ich in London von a) nach b)?

London ist wirklich sehr groß und sehr weitläufig. Ich meine, man rechnet ja in einer Großstadt damit, dass die Wege weit sind, aber London kam mir persönlich viel größer vor als Paris zum Beispiel. Ihr solltet auf jeden Fall gut zu Fuß sein, also unbedingt das bequemste Paar Schuhe, dass ihr habt einpacken. Mehr braucht ihr an Schuhwerk nicht. An unserem letzten Tag bin ich 24 Kilometer in Sandalen gelaufen – das war weniger lustig. Aber lauft wirklich so viel es nur geht, wir haben soo so schöne Ecken gesehen, ich glaube das hätten wir mit der U-Bahn verpasst.

Nichts desto trotz macht natürlich die Anschaffung einer Oyster Card Sinn. Das ist eine Prepaid Karte für die Londoner Tube mit der ihr quasi beim Betreten der Station eincheckt und beim Rausgehen auscheckt und dabei wird der gefahrene Tarif einfach abgebucht. Die Oyster Card gibt es auch schon direkt am Flughafen zu kaufen. Wir haben in den 4 Tagen etwa 40 £ verfahren, dabei war die teuerste Fahrt zu den Harry Potter Studios.

    

Was ihr sonst noch über London wissen solltet

Ich fand die Menschen in London einfach so super sympathisch. Schon auf unserem Weg vom Flughafen zu unserem AirBnB wurde uns mehrfach von Kindern und Erwachsenen ein Sitzplatz in der U-Bahn angeboten und auch die darauffolgenden Tage habe ich immer wieder beobachtet, wie aufmerksam die Menschen dort im Umgang miteinander sind. Ich hätte auch nie gedacht, dass das Gerücht „die Engländer stellen sich gerne in einer Schlange an“ tatsächlich stimmt. Ich habe wirklich noch nie erlebt, dass sich Menschen so gesittet in einer Reihe anstellen, wie in London. Egal ob beim Einsteigen in den Bus, beim Anstehen an der Rolltreppe oder an der Kasse. Überall wird penibel darauf geachtet, dass es eine geordnete Schlange gibt und niemand drängelt.

Was wir leider nicht geschafft haben, ich mir aber für das nächste Mal vorgenommen habe: ein Musical besuchen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, geht tagsüber zum Piccadilly Circus und mit etwas Glück bekommt ihr günstige Karten für ein Musical am Abend. Ihr merkt: ich plane schon im Hinterkopf meinen nächsten Besuch 😀 Ich werde auf jeden Fall wiederkommen!

Wart ihr schon mal in London oder habt ihr noch weitere spannende Tipps? Her damit!

Eure Carina 🙂

One Reply to “Lost my heart in London”

  1. Liebe Carina,
    freut mich, dass es euch in London so gut gefallen hat. Wir waren ja eine Woche vor euch dort und dass ihr den Vorschlag mit Franco Manca gleich umgesetzt habt und es euch auch noch gefallen hat freut mich besonders 🙂
    Ich fand übrigens, dass es mittlerweile in London nicht mehr ganz so teuer ist. Ich war vorher schon 3 x dort und dank des gesunkenen Pfunds war ich dieses Mal positiv überrascht was die Preise angeht…
    Ansonsten haben wir es auch so gemacht wie ihr und haben statt unser Oyster Card zu nutzen alles zu Fuß gemacht. Hab mich in meinen Lauf-Schuhen manchmal etwas komisch gefühlt 😉

    Viel Spaß beim nächsten Mal, einmal London, immer London 🙂

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